Montag, 26. März 2012

Rezension HENKE - Herz

HENKE - Herz (EP, VÖ: 23.03.2012)



Ab heute steht die neue EP „Herz“ von Oswald Henkes gleichnamigen Band HENKE in den Regalen unserer Republik. Zugleich wird mit dieser EP der erste Veröffentlichungs- Zyklus, der neben diesem Werk aus der EP „Vom A zum F“ und dem Debüt- Album „Seelenfütterung“ besteht, beschlossen. Neben zwei neuen HENKE Stücken, „Herz“ und „Orangenschiffchen“, sind auf der EP eine Liveversion des Krachers „Weil ich es kann“ und ein deutschsprachiges Cover von David Bowies „Heroes“, im Duett mit Sonja Kraushofer (Coma Divine, L'âme immortelle) enthalten.
„Herz“ besticht mit seinem inhaltlichen Tiefgang, erzählt es doch von der Schwermut des liebenden Inneren und den Folgen, denen wir durch das Eingehen einer Verbindung zu einer anderen Person unterlegen sind. Ein Stück, das zum Nachdenken anregt, und das vor allem durch Oswalds charakteristische, eindringliche Stimme und der klassischen Piano/Streicher- Untermalung an Wirkung gewinnt. Auch in elektronischer Verarbeitung (HIDDEN! Remix) funktioniert dieser Song perfekt und wird durch das Düsterklangwerk sogar noch eindringlicher und schwerer, so dass es einem kalt den Rücken hinunter läuft. „Orangenschiffchen“ kommt klanglich erst einmal ungewohnt daher: rasselnde Kastagnetten und fast schon mediterrane Akustikgitarrenklänge. Inhaltlich geht es um die nährende Mutterliebe und rührende Kindheitserinnerungen, die der Protagonist seiner Mutter widmet. Ein feiner Song, der eine Mischung aus kindlicher Freude und melancholischer „Damals“- Stimmung erzeugt und am liebsten den ganzen Tag durch meine Ohren sausen würde. Mit „Helden“ liefern HENKE eine Coverversion des Bowie- Klassikers „Heroes“ ab und beweisen, dass sie einen solchen Song in neuem Licht erstrahlen lassen können. Der größte Unterschied zur Bowie- Version ist hier wahrscheinlich gar nicht mal die deutsche Sprache (er selbst hat es –wie einige andere- wohl auch schon auf Deutsch gesungen), sondern viel mehr die Tatsache, dass es sich hier um ein Duett handelt und das Stück damit eine ganz andere Note bekommt. Die Interpretation von HENKE gefällt mir wirklich sehr gut und das Auftauchen Sonja Kraushofers Stimme, nach einem langen Solopart Oswald Henkes und somit fast wie aus dem Nichts, verfehlt ihre Wirkung nicht. Zu guter Letzt liefern uns HENKE noch eine Live- Version von dem bestärkenden Kracher „Weil ich es kann“ und sorgen damit mit Sicherheit für große Vorfreude bei den Fans, denn die diesjährige HENKE Tour liegt glücklicherweise in nicht mehr allzu weiter Ferne.
Mit ihrer „Herz“ EP beweisen HENKE nicht nur, wie wandelbar sie wirklich sind, sondern öffnen sich darüber hinaus mit zwei neuen, sehr persönlichen Tracks ihrer Fangemeinde. Sehr gelungen! Da steigt die Spannung auf das geplante Album „Maskenball der Nackten“ doch nochmal um ein Weiteres! 

5/5 Sternen

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