Mittwoch, 19. September 2012

Lady Gaga Fame: Das Parfum mit dem Düster- Herz



"Fame, doin' it for the fame
'Cause we wanna live the life of the rich and famous
Fame, doin' it for the fame
'Cause we gotta taste for champagne and endless fortune"
Lady Gaga: The Fame

Der Ruhm ist schon längst auf ihrer Seite und hat einen Narren an ihr gefressen. Lady Gaga ist nicht mehr wegzudenken aus unserer Medien- und Musikwelt, denn keiner beherrscht die Selbstinszenierung so gut wie sie und sorgt damit immer wieder für Aufsehen. Und neben zahlreich verkauften Tonträgern, ausverkauften Shows und mindestens genauso vielen Fashion- Hinguckern, kommt hier das neuste Schätzchen der exzentrischen Lady. Ihr eigens kreiertes Parfum "Fame" steht ab Mitte September in den Beauty- Stores unserer Republik und wartet auf seine Trägerinnen und Träger.

Auf der facebook- Seite von Douglas konnte man sich bis letzte Woche exklusiv als Produkttester für "Fame" bewerben und ich habe meinen Augen fast nicht glauben können, als ich eine Email vom Douglas- Team bekam und mir gesagt wurde, dass ich unter den 50 Glücklichen bin, die dieses Parfum vorab testen dürfen. Ich freue mich so sehr! Danke, danke, danke, liebes Douglas- Team! :)

Das Parfum kommt in einer schlichten, aber dennoch auffälligen schwarzen Verpackung mit goldenem Druck, auf der sich bereits die Silhouette des Flakons abzeichnet. Auf der Rückseite sieht man Warnhinweise, die so in ihrem Aussehen nur von einer Gaga kommen können. Die wichtigste Botschaft ist wohl, dass man dieses leckere Gift nicht trinken soll.  

Öffnen wir nun mal die Umverpackung und widmen uns dem vielversprechenden Inhalt.


Wow, was für ein Flakon! Schlicht, aber ein echter Blickfang, der an eine vergoldete Handgranate erinnert. Choose your weapon! Meine Waffe wird heute Lady Gagas Fame sein.Erst beim zweiten Hinsehen erkennt man, dass es nicht der Flakon selbst ist, der schwarz eingefärbt wurde, sondern das flüssige Parfum. Sowas habe ich ja noch nie gesehen! Auf der Rückseite der Packung wird dazu Folgendes gesagt:

"First of its kind, this perfume is an innovation in fluid technology. It's black like the soul of fame, but invisible once airborne."

Und tatsächlich wird es nach dem Sprühen auf mein Handgelenk eine transparente Flüssigkeit wie jedes andere Parfum auch. Ich habe es auch auf ein weißes Taschentuch gesprüht, auf dem es zunächst noch leicht gräulich erscheint, sich dann aber wirklich farblich verflüchtigt, so dass es scheint, als hätte man ein transparent farbiges Parfum aufgesprüht. Schön! 
Doch kommen wir nun zu dem Duft selbst. Bei dieser pompösen, düsteren Aufmachung kann man durchaus etwas Schweres, ja Unbekömmliches erwarten. Sie selbst hätte laut eigenen Aussagen sogar gerne Blut und andere Körperflüssigkeiten in das Wässerchen gemischt. Aus diesem Gedankencocktail müsste doch eigentlich etwas entspringen, dass fernab von Gut und Böse ist. Gift vielleicht! Doch weil Frau Gaga eigentlich nie das tut, was wir von ihr erwarten, verwirrt sie unsere Sinne komplett und zaubert uns statt schwarzer Gruft und schwerem Duft etwas äußerst Liebliches in die Nase. Sie selbst beschreibt ihren Duft übrigens so:

"Tears of Belladonna, crushed heart of Tiger Orchidea with a black veil of incense pulverized Apricot and the combinative essences of Safron and Honey Drops."   

Tollkirsche (Atropa Belladonna) - da haben wir es doch: Gift! In der Tollkirsche ist nämlich neben anderen Inhaltsstoffen vor allem das Gift Hyoscyamin enthalten. Für diese Aktion mag ich Lady Gaga noch mehr. Sie wollte Gift und sie bekam Gift, das natürlich für uns absolut nicht giftig ist. Aber im übertragenen Sinne hat sie hier schon etwas recht Giftiges und Besonderes geschaffen. Ich rieche aus dem Duft vor allem eine etwas rauchige Süße heraus, die man eigentlich gar nicht wirklich beschreiben kann. Blumen in Honig mit Whiskey vielleicht? Auf jeden Fall tun sich hier Welten an Kontrasten auf, die ich absolut spannend finde. Lady Gaga hat übrigens bewusst die normale Herangehensweise an einen Duft und seine olfaktorische Hierarchie komplett auf den Kopf gestellt. Dies nennt sich Push-Pull-Technologie, bei der sich die einzelnen Inhaltsstoffe gegenseitig beeinflussen. Das Parfum trifft echt genau meinen Geschmack! Es wird sicher dem einen oder anderen Träger ein duftendes Pokerface überstreichen können, bei dem man nicht ein, nicht zwei, sondern mehrmals hingucken und vor allem hin-riechen muss. Die Haltbarkeit des Duftes auf der Haut ist übrigens im gesunden Mittel angesiedelt. Nach 4-5 Stunden habe ich noch immer etwas "Fame" an meiner Haut gerochen, nach einem ganzen Tag allerdings nicht mehr.


Übrigens ist dieser Duft vor allem aufgrund seiner rauchigen Note nicht nur etwas für die Damen unter uns. Wie ihr seht schnuppert dort ein gestandener Herr, mein 16-jähriger Kater, an dem Fläschchen. ;) Auch die Lady selbst behauptet bei Konzerten ja immer wieder: "I'm not male, I'm not female". Dieser Duft ist für alle geeignet, die sich gerne von einer dunklen "Bad Romance" verführen lassen.

Was sagt ihr zu diesem Duft? Seid ihr schon in den Genuss gekommen, ihn auszuprobieren?             
     

Kommentare:

  1. Der Kater ist der tollste! Sehr schöner Blog :-)

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  2. Das Foto mit deinem Kater ist ja klasse... Basement Cat! ;-)
    Wir haben auch so einen schwarzen Herren, der ist nur gerade noch vom Umzug etwas verschreckt.

    LG, Christian

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  3. Hallo Thea.

    Eine tolle Duftpräsentation mit wunderschönen Fotos. Ich muss ihn unbeding mal testen.

    Viele Grüße von Marion.

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